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„Sam“ ist der jüngste Bewohner

zurück zur vorherigen Seite   |   Artikel am 20. Februar 2012 eingegeben

Neugierig schaut sich Sam um. Seine kurzen Beinchen trippeln mit kleinen Schritten auf dem Boden entlang, während er sich langsam von Ecke zu Ecke schnüffelt. Dann wedelt er kräftig mit dem Schwanz: Der Welpe hat gerade sein Herrchen entdeckt, den Einrichtungsleiter der Wilhelm-Raabe-Residenz, Klaus Grabasch.

Erst seit kurzer Zeit verbringt Sam seinen Alltag in der Wilhelm-Raabe-Residenz in Eschershausen und sorgt dafür, dass dort „tierisch viel los". Der Rüde ist erst 14 Wochen alt und entdeckt gerade mit viel Neugier die Welt. Seine Rasse, Australian Shepherd, gilt als familienfreundlich, intelligent und sehr lernfähig. Außerdem möchte er seinem Herrchen immer gefallen. „Er soll hier auch die Aufgaben eines Therapiehundes übernehmen", erklärt Grabasch. Noch ist er dafür aber etwas zu jung.

Dass Sam nun ein Bestandteil der Wilhelm-Raabe-Residenz ist, ist kein Zufall. Tiere gehören zur Philosophie der Pflegeeinrichtung. Um der Einsamkeit vorzubeugen und Abwechslung im Tag zu integrieren, eignen sich Hunde ideal. „Die Wirkung der Tiere ist immer wieder verblüffend", weiß Grabasch. Verschlossene Senioren blühen auf einmal auf. Waren sie sonst kaum zu einer Reaktion fähig, lachen sie beim Streicheln des weichen Fells und sprechen mit den Vierbeinern. Diese „Eisbrecher-Funktion", insbesondere bei dementiell veränderten Senioren, ist sogar wissenschaftlich bewiesen.

Auch Sam fühlt sich in der Wilhelm-Raabe-Residenz - fast im wahrsten Sinne des Wortes - pudelwohl. Gern ist er bei den Bewohnern und lässt sich streicheln. Wenn es ihm besonders gut gefällt, dann legt er sich auf den Rücken und streckt alle Viere von sich. Dieses heitere Bild voller Lebensfreude überträgt sich dann auch auf die Bewohner. Sofort bilden sich kleine Grüppchen, in denen sie über den kleinen Sam austauschen. Inzwischen weiß er auch schon, von wem er ein Leckerchen bekommt und sucht ganz gezielt nach diesen Bewohnern. Damit bekommt das Wort „Hundeleben" eine ganz neue Bedeutung...